Nachgedacht: Elefanten sitzen nicht auf Autos

„Mama“, sagte Jeremy James, „auf Papas Auto sitzt ein Elefant.“ So lautet der Beginn einer amüsanten Kindergeschichte von David Henry Wilson.

Jeremys Mutter hält das, was ihr Sohn da sagt, für reine Kinderphantasien, sie guckt nicht einmal aus dem Fester, für so unglaubwürdig hält sie das, was ihr Sohn da erzählt. Und als er ihr immer neue Details  berichtet, wird sie ärgerlich: „Elefanten sitzen nicht auf Autos!  Hör auf, solchen Unsinn zu erzählen.“ Erst als der Vater von Jeremy, der das Auto waschen wollte, hereinkommt und davon berichtet, dass das Auto total zusammen gequetscht ist, geht ihr ein Licht auf:

Elefanten sitzen nicht auf Autos –  aber manchmal eben doch! Es ist höchst unwahrscheinlich, und doch ist es passiert.

„Dieser Jesus ist tot und erledigt. Und dieser kleine Haufen von Jesusanhängern wird sich bald auflösen.“ Davon waren die Mächtigen damals fest überzeugt – und haben sich doch gründlich geirrt.

Wir feiern Pfingsten – auch das eigentlich ein vollkommen absurdes Fest: Wie kann ein kleiner Haufen von verängstigten Jüngern plötzlich die Kraft bekommen, sich auf die Straße zu wagen und von der Auferstehung zu predigen – und damit auch noch Erfolg haben!

Und doch ist genau das an Pfingsten passiert, und wir feiern diesen Tag bis heute als den Geburtstag der Kirche.

Und manchmal müssen auch wir nur richtig hinsehen, mit anderen Augen als mit unseren Alltagsaugen, um auf solche österlichen Spuren auch hier bei uns zu treffen:

Der ändert sich nicht mehr.  – Das schaffe ich nie. – Da ist Hopfen und Malz verloren. – Da kann man nichts mehr machen.

Wir alle kennen solche Sätze und haben sie vielleicht auch schon das  eine oder andere mal benutzt. Aber  unser Glaube will uns ermutigen zum Träumen und Hoffen und Glauben wider alle Wahrscheinlichkeiten.

In diesem Sinne: Lassen Sie sich  ermutigen, nicht nur für diesen Sommer und halten Sie Ausschau nach dem einen oder anderen Elefanten!

Ihre Pastorin Susanne Franz

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