Monatsspruch Mai 2016 – Nachgedacht

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So lautet die biblische Losung für den Monat Mai.

Na also: das widerspricht ja nun so ziemlich allem, was wir normalerweise glauben und für wichtig halten. Na klar gehören wir uns selbst! Wem denn sonst?

Ist es nicht unser vorrangiges Ziel, als mündige Bürgerinnen und Bürger durch die Welt zu laufen, mit offenen Augen für alles, was Menschen einschränkt und ihnen einen fremden Willen aufzwingt?

Und ist es nicht das, was wir unseren Kindern schon von früh auf mitgeben: du musst selbst entscheiden, wie du leben willst?

Ganz im Vertrauen, liebe Gemeindebriefleserinnen und -leser, ich bin davon überzeugt: das funktioniert nicht! Das mit dem „Alles-selbst-entscheiden“ meine ich. Jedenfalls nicht ohne eine gewisse Richtung. Woran soll ich mich denn wohl orientieren? An mir selbst? Ja – weiß ich denn immer, was ich will? Oder soll ich mich irgendeiner Mehrheit anschließen? Aber weiß die denn so genau, wohin die Reise geht? Ein paar Zeilen vor der Monatslosung heißt es bei Paulus: Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.

Es gibt ein Lied, das ich gerne singe und singen lasse, und das geht so:

Vergiss es nie: Dass du lebst, war keine eigene Idee, und dass du atmest, kein Entschluss von dir.

Vergiss es nie: Dass du lebst, war eines anderen Idee, und dass du atmest, sein Geschenk an dich.

Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur.

Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du – Das ist der Clou.

Mir hilft das für mein Leben, zu wissen, dass da jemand ist, der mir den Rücken stärkt! Und der mir die Richtung weist. Und auf dessen Hilfe ich bauen kann.

Wir gehen auf Pfingsten zu, auf das Fest des Heiligen Geistes: als die Jüngerinnen und Jünger Jesu nach seinem Tod und seiner Auferstehung ängstlich und ein wenig ratlos hinter verschlossenen Türen zusammen saßen und nicht so recht wussten, wie es weitergehen sollte, hatten sie plötzlich das Gefühl, mit einem Geist der Ermutigung direkt von Gott beschenkt zu werden. Und sie öffneten ihre Türen und machten sich auf den Weg, die Gute Nachricht Gottes weiter zu sagen.

Und wann haben Sie sich das letzte mal von Gott inspirieren lassen? Das könnte spannend werden:

Achtsam mit sich selbst umgehen wie mit einem Geschenk. Und sich auf neue Wege schicken lassen.

In diesem Sinne: passen Sie gut auf sich auf! Das ist jemandem wichtig – Sie sind jemandem wichtig!

Ihre Pastorin S. Franz

 

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